Aua! - Behutsam Schmerz erforschen
Schmerz kann unangenehm, nervig und sogar richtig schlimm sein. Doch warum tut unser Körper überhaupt weh? Die Kinder erfahren, warum Schmerz wichtig ist und es gut ist, auf ihn zu hören.
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© Pexels: towfiqu-barbhuiya
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© Getty Images // puhimec
Du brauchst:
- Alter: ab 3 Jahren
- Zeitbedarf: mind. 30 Minuten
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Material: keins
So funktioniert's:
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Ein aufgeschlagenes Knie hier, eine Beule dort – fast alle Kinder haben bereits schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Doch auch ein kleines Steinchen im Schuh kann auf Dauer sehr unangenehm oder sogar schmerzhaft werden. Mit seiner Hilfe erforschen die Mädchen und Jungen, warum Schmerz ein wichtiger Schutzmechanismus unseres Körpers ist.
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Stelle zunächst sicher, dass keines der Kinder eine Verletzung am Fuß hat. Anschließend suchen sie draußen jeweils ein Steinchen, legen es in den Schuh und laufen damit einige Schritte. Mache deutlich, dass es nicht darum geht, wer es am längsten aushält. Je nachdem, wie spitz das Steinchen ist und wo genau im Schuh es landet, drückt es mehr oder weniger stark. Auch die individuelle Schmerzschwelle ist verschieden, weshalb jedes Kind Schmerzen ganz unterschiedlich wahrnimmt.
Was beobachten die Mädchen und Jungen beim Gehen? Wie fühlt sich der Druck zu Beginn an, wie nach einigen Schritten? Wichtig ist, dass die Kinder sofort stehen bleiben und das Steinchen aus dem Schuh entfernen, sobald es für sie schmerzhaft wird.
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Frage die Kinder im Anschluss, was sie denken: Wozu empfinden wir Schmerz? Wofür könnte diese unangenehme und unpraktische Empfindung gut sein? Vielleicht haben einige Mädchen und Jungen bemerkt, dass sie instinktiv den Fuß mit dem Steinchen im Schuh weniger oder anders belastet haben, um ihn zu schützen. Greif dieses Verhalten auf und besprich mit den Kindern, dass Schmerz das Stoppschild unseres Körpers ist, mit dem er uns vor Verletzungen warnt und uns mitteilt: „Mach, dass das weg geht!“
Lass die Mädchen und Jungen spekulieren, was passieren würde, wenn sie nicht auf den Schmerzreiz reagieren, sondern einfach weiterlaufen würden. Um die Fußsohle vor aufgescheuerter Haut, Blasen oder Druckstellen zu schützen, ist es deshalb wichtig, den Schmerz nicht zu ignorieren, sondern auf seine Signale zu hören.
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Schmerz ist nicht gleich Schmerz. Er kann ziehen, pochen, stechen, kribbeln, drücken, brennen, dumpf sein, kurz, lang, anschwellend, abebbend, … Meist gibt uns die Art des Schmerzes bereits einen Hinweis auf die Ursache, weshalb sie auch bei der ärztlichen Untersuchung im Anamnese-Gespräch abgefragt wird.
Es gibt Menschen, die keine Schmerzen empfinden können. Sie müssen sich jeden Tag selbst untersuchen, um etwaige Verletzungen zu bemerken und diese behandeln zu können. Da diese Menschen innere Schmerzen ebenfalls nicht wahrnehmen können, werden schwerwiegende Erkrankungen häufig erst (zu) spät erkannt.